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Die folgenden Ausführungen stammen von Beni Isenegger, Mitbegründer, Technischer Leiter, Herz und Seele unseres Dojos. Seit über 20 Jahren gibt er in jedem Training Vollgas! Ohne ihn wäre der KKUB niemals das, was er heute ist!
Beni bringt durch seine frühere Wettkampfzeit und langjährige Trainertätigkeit viel Erfahrung und Wissen mit. Als Mitglied der Nationalen Schiedsrichterkommission der Swiss Karate Federation (SKF) ist er immer auf dem neuesten Stand, was Sportkarate anbelangt. Seit über 20 Jahren leitet Beni Isenegger das Karatetraining an der Uni Bern, seit 1990 auch im eigenen Dojo Karate-Kai Bern, das er zusammen mit seiner Frau Andrea Isenegger-Kennel führt, die sich ebenfalls für den KKUB verdient gemacht hat. Die beiden haben zwei Kinder Leoni und Yves (siehe Foto). Beni ist Biologe lic.phil.nat und führt zusammen mit seinem Bruder Thomas Isenegger die Firma Im-Puls. Irgendwoher nimmt sich Beni auch noch Zeit für seinen immensen Weinkeller, fürs Snowboard uns sonst Sport.
Beni Isenegger zur Gründung und Entwicklung des Karate-Klub Uni Bern Die Geschichte des Karate-Klub Uni Bern begann im Herbst 1987. Erich Eicher ging im Landestraining (das fand damals 2mal jährlich statt) zu Sensei Koichi Sugimura und klagte ihm sein Leid: Es gäbe zwar ein Uni-Karate, aber das sei verkommen. Und da Sugi wusste, dass ich nach Bern studieren ging, hat er mich (Beni Isenegger) empfohlen. Bei der Gründung waren Erich Eicher, Marc Roth und ich involviert (wir trabten beim Uni-Chef an, den wir mit Brandesreden überzeugen mussten, warum er einen zweiten Karatekurs ins Programm aufnehmen sollte). Die Argumente von Erich (authentisches Karate), von Marc (Power nicht Flower) und von mir (Sport) überzeugten offenbar. Kurz danach kam Regine Kocher dazu; sie schrieb uns (zusammen mit Erich) die Statuten, die mit nur kleinen Anpassungen bis heute gültig sind. Die zweijährige "Probezeit" Der Kontakt zur Universität lief über Erich Eicher. Er war zu Beginn wirklich die Seele des KKUB. Erich organisierte alles, besuchte jedes Training und hielt die Fäden auf seine stille Art in der Hand. Ich führte ein straffes Training ein, das die Uni (im Bereich Karate zumindest) so bisher noch nicht kannte. Wir erarbeiteten uns in relativ kurzer Zeit einen sehr guten Namen bei der Leitung des Unisports. Die Unileitung gewährte unseren Karatekurs unter folgenden Konditionen: - 2 Trainings pro Woche
- Verbot für Anfängerkurse während 2 Jahren (ich durfte nur die "Abtrünnigen" trainieren).
- Es wird nur der Trainingsraum zur Verfügung gestellt. Die Universität macht keine Werbung, übernimmt keine Trainerkosten, nichts!
- Wir mussten einen Verein gründen, womit wir automatisch nicht direkt ein Unisport-Fach waren. Vereine sind dem Unisport nur lose angegliedert (daher kommt auch die Auflage, einen Mitgliederbeitrag verlangen zu müssen). Regine hat daraufhin die Uni-Vorgaben für Vereine in unseren Statuten umgesetzt.
- Während den ersten 2 Jahren war ich zwar als Trainingsleiter registriert, erhielt aber keine Bezahlung und durfte keine Weiterbildungskurse besuchen, erhielt nur die nötigen Informationen.
- Nach zwei Jahren (eigentlich bereits nach einem) gab’s das offizielle Unikarate nicht mehr; fortan waren wir der einzige Karate-Klub.
Mit all diesen Massnahmen wollte die Unileitung den regulären Unikarate-Betrieb schützen, oder diesem mindestens einen Vorteil verschaffen. Aber die Konstanz der Trainierenden bei uns (wir hatten permanent zwischen 12-16 Leute) und die Abnahme beim anderen haben das Blatt schliesslich zu unseren Gunsten gewendet. Klar sagen muss man dabei: Die Unileitung hat den "offiziellen" Karatekurs nicht von sich aus gekündigt. Es bestand schlicht kein Interesse mehr, diesen weiterzuführen. Seit über 20 Jahren Karate an der Uni BernErich Eicher, der Bruder des legendären Stefan Eicher, war zu Beginn die treibende Kraft und während den ersten knapp 10 Jahren Präsident des KKUB. Er wurde dabei tatkräftig von Regine Kocher unterstützt, die sich zur "grauen Eminenz" im Hintergrund entwickelte. Folgerichtig übernahm sie sie nach Erichs Ausscheiden dessen Amt. Als Präsidentin bildete sie während den folgenden 10 Jahren ein tatkräftiges Duo mit Beni Isenegger. Seit 2006 ist Urs Affolter Präsident. Er war davor bereits während mehreren Jahren im Vorstand des KKUB aktiv.
Nach 2 Jahren durften wir zum erstenmal Anfängerkurse durchführen. Das hat eingeschlagen wie eine Bombe. Wir hatten in den Folgejahren regelmässig zwischen 20 und 30 EinsteigerInnen. Alle Trainings wurden gut besucht, 12-16 Personen trainierten sehr regelmässig, die haben wirklich alle trainiert. Damals gab es noch keine Passiv-Mitglieder.
Zu Beginn trafen zwei Welten aufeinander. Ich war noch stark im Sport aktiv. Bei Sugi-Sensei haben alle, die ernsthaft Karate betrieben, regelmässig an Turnieren teilgenommen. Die Unigruppe der ersten Stunde (Erich, Marc, Regine…) waren dieses Training überhaupt nicht gewohnt. Für ihre Begriffe war es sehr dynamisch und hart. Ich war gewohnt, in jedem Training an die Grenze zu gehen und Kumite als freies Kämpfen zu üben. Die Uni-Leute waren sich Kihon-Kumite, akademische Abhandlungen dazu und Ideen der Selbstverteidigung gewöhnt. Nachdem ich gewahr wurde, dass die Trainingsmethode, die ich kannte, nicht passten, baute ich das Training allmählich um. Es war eine für mich neue Mischung aus dynamischem, sportlichem Karate und viel Grundarbeit mit theoretischem Hintergrund. Die Unileute wollten einfach schwitzen und ihren Intellekt miternähren. Sie waren weniger zugänglich für das Instinktive im Karate. Die Zusammenarbeit mit dem Karate-Kai BernDen Karate-Kai Bern habe ich gegründet, weil Externe zu uns kommen wollten (5 Danträger um Stefan Ringler aus H. Müllers Dojo). Ich habe die Sache in gewohnt offener Weise mit dem Unisport-Chef diskutiert. Er meinte, dass bereits Externe aufgenommen wurden, (Kurt Schüpbach, Roger Gyger und andere mehr) und dass wir eine zu grosse Konkurrenz für normale Karateschulen seien, die einen grösseren Beitrag verlangen mussten.
Im Karate-Kai hatte ich die Möglichkeit, viel professionelleres Training anzubieten, das heisst wirklich stufengerecht. So führten wir ein Kumite-Wettkampf-Training, ein "normales" Kumitetraining, zwei Kata-Training und ein Prüfungstraining. Die Führungsgruppe der Uni unterstützte mich bei Aufbau und wurden alle Mitglieder im Karate-Kai. Ich hielt das Angebot für sie bewusst offen, auch an der Uni zu trainieren. Sie trainierten alle mindestens 3-4 mal pro Woche. Eine Durchmischung auf die andere Seite, vom Kai in die Uni, fand praktisch nicht statt, da die im Kai beginnenden Mitglieder jung waren und gewohnt ihr Training am Abend zu absolvieren (und das gab’s und gibts nur im Karate-Kai). Wir werden im Vorstand diskutieren, ob wir in der Zukunft auch Fachhochschüler im KKUB aufnehmen wollen. Momentan ist das in unseren Statuten noch nicht vorgesehen. Sie gehen jedoch auf 1987 zurück, damals gab’s praktisch noch keine Fachhochschulen. Abschliessend möchte ich noch folgende Personen danken, die viel für den KKUB geleistet haben: - Erich Eicher, Initiator, Mitgründer und langjähriger Präsident. Die Gründung eines Dojo bedeutet jahrelange Aufbauarbeit und viel Fronarbeit.
- Marc Roth, Mitbegründer und Original. Er hat während vielen Jahren viel zur guten Stimmung im KKUB beigetragen.
- Regine Kocher, Mitbegründerin, juristische Seele, Präsidentin, in der schwierigen Zeit die graue Eminenz. Sie hat trotz ihrer Arbeit als Topkader immer wieder Zeit fürs Training gefunden. Für Regine habe ich sehr grossen Respekt.
- Andrea Isenegger-Kennel, sie hat in ihren Spitzensportlerjahren Anfängerkurse geleitet. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Sie dankte damit dem Klub für die ihr gebotene Trainingsmöglichkeit.
- Roger Blum: Als langjähriger Kassier hat er sehr viel Arbeit auf sich genommen und immer hart trainiert (was ich noch viel wichtiger finde).
- Urs Affolter: Er hat über Jahre seriös und mit viel Freude trainiert, diverse Anfängerkurse geleitet und stand dem Verein immer zur Verfügung, zuerst als Aktuar, dann als Vizepräsident, heute als Präsident.
- Nadine Jordi: Sie entwickelte sich zur neuen, verlässlichen Treibkraft im Hintergrund, ist sehr initiativ und unterstützt uns auch bei Zeitmangel. Als Kassierin und in der Kommunikation hat sie sehr wertvolle Arbeit geleistet.
- Alain Egli: Er war in den letzten Jahren im und neben dem Training einer der aktivsten und hat mit seinem Trainingsfleiss die anderen mitgerissen. Heute ist er Vizepräsident und immer im Training.
- Felipe Schärer: Er hat jahrelang seriös trainiert und war der erste Schwarzgurt, der in der Uni mit Karate angefangen hat. Hat sich sehr eingagiert im Bereich Werbung, Kommunikation und als Webmaster.
- Last but not least muss auch Kurt Schuepbach erwähnt werden. Er hat zwar nie eine Funktion im KKUB gehabt, unterstützt mich aber sehr. Im Training wird er als Sempei und meine rechte Hand angesehen.
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